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Die Ermittlung der Schilddrüsenwerte

Um die Schilddrüsenfunktion bestimmen zu können und die Diagnose einer möglichen Schilddrüsenunterfunktion zu stellen, müssen verschiedene Werte bestimmt werden. Die wohl wichtigsten Werte sind die der Schilddrüsenhormone T3 sowie T4 sowie der TSH-Wert.

 

T3-Wert und T4-Wert

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei diesen Werten um Schilddrüsenhormone, für dessen Produktion die Schilddrüse Jod benötigt.

Die Speicherung von T3 und T4 in der Schilddrüse erfolgt in großen Eiweißmolekülen (Thyreoglobulin). Bei Bedarf werden diese abgespalten und an das Blut abgegeben.

Eine gesunde Schilddrüse setzt täglich etwa 100µg T4 frei, zehnmal mehr als T3. T3 kann mit Hilfe des Enzyms Deiodase aus T4 gebildet werden.

Aktiv sind nur die freien Hormone

Um zu den entsprechenden Zielorganen zu gelangen nutzt der Großteil von T3 und T4 Eiweiße als Transportmittel. Weniger als 1 Prozent sind jedoch nur als ‚freie Hormone‘ im Blut zu finden und auch nur diese freien Hormone sind stoffwechselaktiv und werden als fT3 bzw. fT4 bezeichnet, wobei fT3 wirksamer als fT4 ist.

 

TSH-Wert

Da die Bestimmung dieser Schilddrüsenhormone im Blut nicht immer 100%-ig zuverlässige Ergebnisse geliefert hat, setzte sich zunehmend die Feststellung des TSH-Wertes durch. Noch genauere Auskunft erhält man durch die Bestimmung des THR-Wertes.

TSH bedeutet ‚Thyreoidea stimulierendes Hormon‘. Hierbei handelt es sich um einen Botenstoff, der über den Blutkreislauf zur Schilddrüse gelangt. Dort steigert es die Produktion der Schilddrüsenhormone bzw. die Ausschüttung dieser ins Blut.

Die normalen Werte für TSH liegen bei 0,3 bis 3,5 mU/l und werden durch eine Blutuntersuchung ermittelt.

Ein TSH-Wert über 3,5 mU/l deutet auf eine wahrscheinliche Unterfunktion der Schilddrüse hin. Die Bestätigung des Befundes würden einen überschießenden TRH-Wert oder deutlich erniedrigte T4 oder T3 Werte liefern.

Ein TSH-Wert unter 0,1 mU/l zeigt eine sehr stark produzierende Schilddrüse an, was wiederum eine Überfunktion bedeutet.
Ein TSH-Wert zwischen 0,1 und 0,3 mU/l wird als sogenannte Grauzone bezeichnet, was bedeutet, dass bereits eine Überfunktion vorhanden sein kann, was aber durch einen zusätzlichen TRH-Test nachgeprüft und nachgewiesen werden sollte.

 

Normwerte der Schilddrüse beim gesunden Erwachsenen

T3gesamt:0,9 - 1,8 ng/ml
frei:3,5 - 8,0 ng/l
T4gesamt:5,5 - 11,0 µg/dl
frei:0,8 - 1,8 ng/dl
TSH0,3 - 4,0 mU/l

 

Weitere wichtige Blutwerte

Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenunterfunktion ist ein großes Blutbild zu empfehlen, da auch die Abweichung anderer Laborwerte von der Norm auf diese Erkrankung hinweisen kann. Es sollte also auch auf folgende Ergebnisse geachtet werden:

  • Hinweise auf Blutarmut im Blutbild
  • erhöhte Senkung
  • Erhöhung von CPK (Kreatin-Phosphokinase), Muskelenzym, dass sich bei Erkrankungen der Herz- und Skelettmuskeln erhöht
  • Erhöhung des Blutzuckerspiegels
  • Senkung von Natrium, Calcium, Eisen
  • Senkung von Ferritin (Speicherstoff für Eisen, der sich hauptsächlich in der Leber oder Milz befindet)
  • Senkung der alkalischen Phosphate (effektiv arbeitende Enzyme)

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