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Natürliche Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion mit Schüßler-Salzen

Was sind Schüßler-Salze?

Schüßler-Salze werden oft mit Homöopathie gleichgesetzt. Ganz korrekt ist das nicht, denn ihr „Erfinder“, der oldenburgische Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler hat die Vorstellungen von Samuel Hahnemann nur teilweise übernommen. Unter dem Eindruck der Cellular-Pathologie des renommierten Rudolf Virchow entwickelte er seine Therapie über die Wirkung von Mineralsalzen. Darin geht er davon aus, dass alle Krankheiten letztlich auf Störungen des Mineralstoffhaushaltes zurückzuführen seien. Wie in der Homöopathie üblich verdünnt (potenziert) sollten sie den Zellen des Körpers besonders gut zur Verfügung stehen und das natürliche Gleichgewicht wieder herstellen.

Die zu seiner Zeit bereits zahlreichen homöopathischen Einzelmittel strich er zu zwölf „Funktionsmitteln“ zusammen, denen er später 15 „Ergänzungsmittel“ hinzufügte. Diese sind heute als Schüßler-Salze Nr. 1 (Kalium arsenicosum D6) bis Nr. 27 (Kalium bichromicum D12) erhältlich.

Schüßler-Salze für die natürliche Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion

Schüßler-Salze sind besonders hilfreich bei der Bekämpfung von Beschwerden, die durch eine Schilddrüsenunterfunktion verursacht werden, wie brüchige Nägel, stumpfe und ausfallende Haare oder verletzliche Haut.

Schüßler-Salze werden meistens als Tabletten in der Potenz D6 angeboten, seltener als D3 oder D12. Zur Potenzierung verwendet man auch hier Milchzucker (Laktose). Menschen mit Laktoseintoleranz sollten lieber auf Globuli aufweichen, die wesentlich weniger davon enthalten, oder auf Tropfen.

Sind Sie Diabetiker, zählen 50 Tabletten als eine Broteinheit (BE).

Welche Schüßler-Salze kann ich bei Schilddrüsenunterfunktion verwenden?

Für die komplementäre Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion und ihrer Beschwerden kommen in Frage:

  • 1 Calcium fluoratum D12 (Calciumfluorid, Flussspat)
  • 7 Magnesium phosphoricum D6 (Magnesiumhydrogenphosphat)
  • 11 Silicea D12 (Kieselsäure, Kieselerde)
  • 13 Kalium arsenicosum D6 (Kaliumarsenit)
  • 14 Kalium bromatum D6 (Kaliumbromid)
  • 15 Kalium iodatum D6 oder D12 (Kaliumjodid)
  • 24 Arsenum iodatum D6 (Arsentrijodid)

Dosierung und Einnahme von Schüßler-Salzen gegen Schilddrüsenunterfunktion

Von diesen Salzen können Sie eines oder bis zu drei davon gleichzeitig einnehmen. Die Kombinationen können Sie nach Gutdünken variieren. Welches Schüßler-Salz für Ihre spezielle Form einer Schilddrüsenerkrankung am besten geeignet ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker besprechen.

Die Dosierung liegt bei 3-6 mal am Tag 1-3 Tabletten. Eine Tablette kann jeweils durch fünf Globuli oder fünf der Tropfen ersetzt werden. Die Einnahme sollte mindestens eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit erfolgen, damit der nicht über die Mundschleimhaut aufgenommene Rest des Präparates im nüchternen Magen resorbiert werden kann. Danach kann man auch bedenkenlos ein Glas Wasser zu sich nehmen.

Die Tabletten bitte langsam im Mund zergehen lassen. Wie alle homöopathischen Präparate wirken Schüßler-Salze am besten, wenn man sie über die Mundschleimhaut aufnimmt. Daher sollte man die Tabletten auch nicht mit Flüssigkeit herunterspülen.

Literatur und Quellen

  • Günther H. Heepen: Schüßler-Salze: Alltagsbeschwerden und -krankheiten selbst behandeln (GU Großer Kompass Gesundheit). 2. Auflage. München 2016: Gräfe & Unzer-Verlag. ISBN-10: 3833854022.
  • Günther H. Heepen: Schüßler-Salze: Das Basisbuch. München 2013: Gräfe & Unzer-Verlag. ISBN-10: 3833834137
  • Angelika Gräfin Wolfskeel von Reichenberg: Die 12 Salze des Lebens – Biochemie nach Dr. Schüßler: Alle 24 Haupt-/Ergänzungssalze und Salben – Schüßler-Salze-Kuren und diverse Sonderkapitel – Umfangreiches Symptomregister von A bis Z. 7. Auflage. Murnau 2013: Mankau-Verlag. ISBN-10: 3863742672.

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