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Schilddrüsenunterfunktion – heilbar oder erblich?

Ist eine Schilddrüsenunterfunktion vererbbar?

Der größte Teil der Betroffenen hat seine Erkrankung nicht vererbt, sondern im Laufe seines Lebens erworben. Selbst bei einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion ist die Ursache in den seltensten Fällen eine Vererbung, mit Ausnahme von gestörten Enzymen in der Schilddrüse, die diese an der Produktion oder an der Abgabe der Hormone hindern. Vererbt werden kann aber die genetische Veranlagung für Morbus Basedow, bei einer Überfunktion oder die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, die eine entzündete Form der Unterfunktion ist. Allerdings kommen dann noch andere Faktoren wie beispielsweise Stress oder Einflüsse aus der Umwelt hinzu, um die Krankheit ausbrechen zu lassen.

 

Ist eine Schilddrüsenunterfunktion heilbar?

In den meisten Fällen kann diese Frage mit Nein beantwortet werden. Eine Möglichkeit der Heilung besteht eigentlich nur, wenn die Erkrankung durch Jodmangel, hormonelle Verhütungsmittel oder Cortison hervorgerufen wurden. Dann verschwinden mit Absetzen des Medikaments oder auch der vermehrten Zuführung von Jod die Symptome von ganz allein. Etwas schwieriger wird es, wenn es eine angeborene oder erworbene Unterfunktion ist oder vielleicht sogar eine Autoimmunerkrankung. In diesem Fall wird von einem Arzt, Spezialist dafür ist der Endokrinologe, über einen Zeitraum von etwa 3 Monaten anhand von Untersuchungen der richtige Wert ermittelt und dann mit Tabletten eingestellt. Diese Medikamente müssen dann fast immer lebenslang eingenommen werden, wobei sich die Werte verändern können und in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren sind, damit gegebenenfalls die Dosis angepasst werden kann.

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